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Kozmic Blue auf der Burg Satzvey – 14.09.07 -Jazzy, Karin und ich hatten uns auf der Burg Satzvey verabredet um  Kozmic Blue zu sehen. Harry Braun hatte uns die Band wärmstens empfohlen und ich muss zu meiner Schande gestehen, ich hatte bis dato bis auf die Recherchen im Netz und ein paar Musikdemos noch nicht viel davon gehört. Alleine dafür gehöre ich gesteinigt !! Bei meiner Vorabinspektion der Instrumente begann schon das “Koppkratzen” :-) Da war ein headlessbass (ich wusste nicht mal dass es so etwas gibt ), ein Schlagzeug ohne “kleine Trömmelkes”, ja nicht mal Stöcken, und ne Querflöte ( mein erster Gedanke war Andrè Rieu :-)  Was mich als Erstes an meiner Meinung und die Vorfreude darauf, endlich mal so ein für mich richtig schlechtes Konzert in einem BluesRoad-Bericht zerreißen zu können, zweifeln ließ, waren die vielen Besucher die zielstrebig durch den Burghof, Richtung Bourbonensaal stolzierten und dabei erwartungsfrohe Mienen aufgesetzt hatten.Ich sollte mich mehr als wundern !!!! Der Opener…..Hey was war das???? Oh Mann was war das ?????Der Bassman der absolut geniale Töne aus diesem Instrument rausholte, es schlug, streichelte, ganze Soundteppichlandschaften hervorzauberte, der Akustikgitarrist der mal dezent im Hintergrund mal musikalisch voranpreschend musizierte und dabei mit den Füssen einen Drummer ersetzte, ein Harpplayer der meilenweit weg von einer “dreckigen” Bluesharp und doch wahnsinnig schöne, virtuose Soli seinen Lippen entlockte und allen voran:Maggie Mackenthun !!! Was diese Frau da auf der auf der Bühne der Burg Satzvey abzog war ein absoluter Hochgenuss. Sie singt nicht, sie lebt diese Musik, sie dampft aus allen Poren, nimmt ihr Publikum wie eine Schamanin mit auf ihre Reise, zeigt ihm einen unendlich tiefen Blick in ihre Seele. Das war authentisch, das war absolut ehrlich. Sie behandelt ihr Publikum wie alte Freunde. Sie gibt jedem der da war das Gefühl, dieses Lied singe ich für dich und ich singe es mit aller Kraft die ich habe, damit du mich kennenlernst..Diese Stimme, manche sagen sie würde Janis Joplin sehr ähnlich klingen. Nein !!! Das ist Maggie Mackenthun !!! Das ist keine Kopie auch wenn sie den ein oder anderen Titel von Janis im Repertoire hat und es vielleicht auch Parallelen in der Biographie gibt.

Kozmic Blue war eine ganz neue wunderbare Erfahrung für mich. Es war kein reines Blueskonzert, aber es war ein Konzert das, ich wage das mal zu behaupten, jeden Menschen der den Blues liebt begeistern wird !!Das ist Musik die von innen kommt !!Das passt alles und gräbt sich ein in dich, lässt dich die Augen schließen und mitfühlen. Das ist Kozmic Blue !! Der Topf aus dem sich Kozmic Blue bedient enthält so ungefähr alle Elemente internationalen Musikschaffens. Da werden afrikanische, arabische, oder Stillemente des Blues, vom Delta bis nach Chicago in einer keativen und homogenen Art verwoben bis daraus der Sound entsteht der für mich ab sofort *Kozmic Blue* heisst. Und dann passt dann auch die anfangs erwähnte Querflöte die Maggie punktgenau einsetzt und mit ihr, man verzeihe mir den Ausdruck, fast “magische Momente” hearufbeschwört. Normal geh ich während eines Konzertes mal raus und rauch mir eine im Burghof. Das war mir dieses Mal nicht möglich. So sehr war ich fasziniert von Kozmic Blue, daß ich keinen Augenblick verschenken wollte. Neben meiner strapazierten Lunge wird es mir meine Erinnerung danken, daß ich nichts versäumt habe….. Es sind jetzt 2 Tage vorbei und noch immer ist dieses Gefühl in mir was wunderbares erlebt zu haben. Das Publikum auf der Burg muss in etwa dieselben Empfindungen gehabt haben, denn es schenkte der Band einen Applaussturm wie ich ihn dort noch selten erlebt habe. Unter 2 stürmisch geforderten Zugaben kam Kozmic Blue nicht herum und das taten sie gerne. Ich hab mir die DVD der Band gekauft und es ging zuhause weiter…. Eine sehr gut gemachte Reise mit der Band durch verschiedene Veranstaltungsorte mit Interviews. Unbedingt empfehlenswert !! Sollte Maggie damit einverstanden sein werde ich in einer meiner nächsten Sendungen den ein oder anderen Song aus dieser CD mal auf der Bluesroad vorstellen. Euere Ohren werden Augen machen ;-)  Danke Kozmic Blue für ein phantastisches Konzerterlebnis !!!  Außerdem vielen herzlichen Dank an Thomas, der mir die Bilder vom Konzert zur Verfügung gestellt hat, weil ich in meiner unglaublichen Dusseligkeit mal wieder keine aufgeladenen Batterien hatte :-)

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«Kozmic Blue» spielt Songs, die unter die Haut gehen

Von Volker Rüttgers | 12.01.2012, 17:03

Eschweiler. «Das Publikum will Bluessänger bemitleiden.» Das Geheimnis ihrer unglaublich intensiven Authentizität glaubte Janis Joplin zu wissen. Maggie McInthun schien bei ihrem Talbahnhof-Auftritt mit «Kozmic Blue» am Dienstagabend einen Schritt weiter zu gehen, empfand ihr Publikum neben Mitleid mit dem Protagonisten der jeweiligen Songs doch vor allem eines: Bewunderung. Bewunderung für diese Stimme, für diese Leidenschaft und für dieses Gefühl, das von der Bühne im Talbahnhof direkt unter die Haut ging. Und dennoch: wenn Maggie fast in die Knie geht und mit verzerrtem Gesicht und rauchiger Stimme «I´ve been lovin´ you too long» fleht, ist er unvermittelt da: der wohl bekannte Kloß im Hals, wenn etwas durch den Gehörgang ohne Umwege ins Herz stößt, und sich wirklich pures Mitleid regt. Dabei ist es gleich mehreren Zufällen zu verdanken, dass sich die «Rock meets Blues»-Reihe am Dienstag über den Auftritt von «Kozmic Blue» freuen konnte, denn eigentlich hatte Maggie McInthun, die im Alter von 16 Jahren aus dem Elternhaus in Düsseldorf floh, um mit Straßenmusikern durch die Welt zu reisen, mit der Musik abgeschlossen, als sie jung schwanger wurde. 15 lange Jahre musste die Bluesszene warten, bis die begnadete Sängerin im Rahmen eines «Led Zeppelin»-Projekts des WDR 1994 ihren späteren Ehemann Gerhard Sagemüller kennen lernte, damals noch Drummer. Und dieser musste erst einen Hörsturz auf der Bühne erleben, bevor er in seiner halbjährigen Regenerationspause das Gitarrespielen lernte und mit seiner Frau Maggie erste Stücke musizierte.
Enthusiastische Harp-Duelle
16 Jahre und fünf Alben später stehen die beiden gemeinsam mit Bassist Cläusel Quitschau, Keyboarder Martin Döpke und dem Harp-Akrobaten Eric Zeiler als «Kozmic Blue» auf der Bühne im Eschweiler Talbahnhof und reißen ihr Publikum mit in die Welt des Blues.
Dieses kam am Dienstag in Genuss enthusiastischer Harp-Dueller zwischen Maggie McInthun und Eric Zeiler, direkt zu Beginn des Konzerts mit «I got you – you got me» und in ihrem neuen Song «All for you», ihrem Publikum übrigens gewidmet. Beim dynamischen «Tell Mamma» hielt es Maggie Mackenthun nicht mehr auf der Bühne, sodass die Powerfrau ihr Publikum unmittelbar im Saal zum Mitsingen, Klatschen und Tanzen animierte. Auch «So long» und das Titelstück ihres neuen Albums «(Feels like coming) Home» funktionierten und ließen die unbändige Energie der Blues-Formation erkennen.
Doch ihre wahre Stärke liegt in den langsamen Stücken, den Ur-Blues-Nummern. «Jetzt kommt ein Stück über die Liebe», lautet dann die simple Ansage von Maggie. In Wahrheit folgt aber eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Wer sich auf McInthuns Kreischen, Heulen und Fauchen einlässt, kann die schmerzende Enttäuschung, die Hilflosigkeit und Ver-zweiflung des Songs förmlich spüren. Doch nicht nur die rauhen Töne, die Vergleich mit Janis Joplin aufkommen lassen, gelingen der Sängerin mit dem Indianer-Tattoo auf dem Oberarm, sondern auch der hohe Sopran, was hervorragend im Joplin-Cover «Ball and chain», aber auch im «Kozmic Blue»-Stück «Diamonds and glass» zum Tragen kommt.
Die Melodiefarbe gibt unterdessen Maggies Ehemann Gerhard Sagemüller als Schlag-Gitarrist vor, die fehlenden Gitarren-Soli kompensiert dabei Bassist Cläusel Quitschau in beeindruckender Manier – selten hat ein Bass solch ein Alleinstellungsmerkmal in einer Band gehabt. Martin Döpke steuert seinerseits die atmosphärischen Klänge bei und rundet das Klangbild von «Kozmic Blue» wohltuend ab. Auch wenn Exkursionen in die Welt des Reggae («I beliebe in love») und der spanischen Gitarre («Spanier») gelingen, kehren die Musiker schnell wieder zum authentischen Blues zurück. «I could not follow you», die gefühlvolle Ballade in Gedenken des Anfang des Jahres verstorbenen Jazz-Perkussionisten Frank Köllges und Kabarettisten Klaus Huber, beide enge Freunde der Band, war am Dienstagabend nur eines von vielen Belegen. «Schließe keine faulen Kompromisse. Mehr als dich selbst hat dir Gott nicht geschenkt», ob es Maggie McInthun nun möchte oder nicht, den Vergleich mit Janis Joplin, ihren Gedanken und ihren Werken, wird sie auch mit «Kozmic Blue» nicht mehr los.

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